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PARIS: PRÄSENTATION

Der folgende Text ist eine Bearbeitung der Transkription der Audio-CDs der Konferenz 2005.

Für die Stadt Paris waren anwesend Frau Michèle Souaille, Nigeria-Koordinatorin bei Amnesty International, Frau Anne Guilloteau, Beauftragte in der Abteilung Lokalpolitische und städtische Entwicklung, Frau Geneviève André, Stellv. Direktorin im Pariser Rathaus – Abteilung Vereinsleben, Herr Yannick Freytag, Beauftragter für den Bereich Jugend, Sport und Suchtprävention im Rathaus des 11. Pariser Bezirks und Frau Cécile Stern, Beauftragte für staatsbürgerliche Fragen und Koordinatorin der Jugendräte des 13. und 14. Bezirks.

Frau Souaille stellte die Arbeit der lokalen Amnesty-Gruppen in Paris vor und hob den direkten Kontakt zur Bevölkerung und v.a. auch zu den Schulen als wichtiges Element im Bereich der Menschrechtsbildung hervor. Hierfür dienten außerdem Konzerte, Theaterstücke und Konferenzen, welche die lokalen Gruppen von Amnesty International in Paris organisieren. Außerdem spielt die Kooperation mit den Rathäusern und Vereinen der Pariser Bezirke eine wichtige Rolle.

Anschließend ging Frau Guilloteau auf die Arbeit ihrer Behörde ein, deren Zielgruppe zehn Stadtviertel in Paris darstellen, die als benachteiligte Viertel gelten. Die Aufgabe ihrer Abteilung sei es, in Kooperation mit Vertretern der Zivilgesellschaft, die Hauptprobleme der dort lebenden Bürger zu definieren und sie den städtischen Abgeordneten zu präsentieren. Im Mittelpunkt stehen weiterhin: Die Koordination von konkreten Freizeitangeboten, die Hilfe bei der Suche von Praktika und die gezielte Ausbildung von Sozialarbeitern im interkulturellen Bereich. Darüber hinaus wird von Frau Guilloteaus Abteilung auch das Vereinsleben gefördert, allerdings beteiligt sich hierbei der Staat nicht an der Finanzierung.

Herr Freytag beschrieb als Schwerpunk seines Tätigkeitsfeldes die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Institutionen, wobei die Bereiche Kinderschutz und Jugendbetreuung im Vordergrund stehen.

Frau Stern präsentierte abschließend die Arbeit der „Jugendräte“ von Paris. Dabei handelt es sich um ehrenamtliche Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren, welche die Interessen und Sorgen ihrer Altersgenossen vor den Abgeordneten vertreten und somit eine Sphäre des Dialogs und des Austausches schaffen. Letztendlich tragen die Jugendräte zur Organisation von Partizipationsprojekten für junge Menschen bei. Die Hauptschwierigkeit, mit der die Vertreter dieser Form von politischer Repräsentation konfrontiert werden, besteht darin, einerseits von den politischen Behörden und Abgeordneten nicht ausreichend ernst genommen zu werden, andererseits können Jugendliche, die sich in einer sozial prekären Situation befinden, oft nur sehr wenig mit dieser Form von Repräsentanz anfangen.

Trainer: Clément Dupuis, Franzose, lebt in Paris und wirkt an internationalen Bildungsprojekten mit.

Bereiche möglicher Zusammenarbeit: Teilnahme-Ideen


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